ich versuche mich konstant zu wandeln
und beständig, aktuell interessant zu handeln
ich verstehe es mich stets adrett zu kleiden
und mache gute laune wett mit leiden
ich zeige mich interessiert an jedem themengebiet
und meine ungeniert, ich wüsst was so geschieht
ich halte augen und ohren offen,
hier und da bin ich betroffen
und seit anbeginn der tage stellt sich mir die frage
geb' ich mich mit dem allgemein versöhnlich
oder lebe ich lieber ungewöhnlich
...
ich sag meistens ja, wenn ich was nicht versteh'
und schlagfertig und clever bin ich erst wenn ich nach hause geh'...
ich halte mich für mittelklug, mich fern von diebstahl und betrug
und seit anbeginn der tage stellt sich mir die frage
geb' ich mich mit dem allgemeinen versöhnlich
oder lebe ich eher ungewöhnlich
- Sportfreunde Stiller, Ungewöhnlich: Burli (2004) -
Was ist normal? Was eher ungewöhnlich? Wer legt die Norm fest? Wer bestimmt, was im Trend liegt und was nicht?
Da ist eine Gesellschaft, die Toleranz und Pluralismus proklamiert. Alles ist erlaubt. Alles ok. Glaube, was du denkst. Lebe wie du willst. Und doch möchte jeder etwas Besonderes sein. Solange du damit niemanden verletzt, ist es ok, was du machst.
Obwohl, manchmal ist es auch ok jemanden zu verletzen, denn schließlich müssen wir darauf achten, nicht zu kurz zu kommen, oder? Es gibt eine Fülle an Möglichkeiten.
Wer weiß noch, was recht ist? Wer sagt uns, ob wir auf dem richtigen Weg sind? Die allgemeine derzeitige Übereinstimmung über das, was legitim in unserer Gesellschaft ist? Unser Gewissen, unsere Moral, andere Menschen oder vielleicht sogar Gott...?
Nein, Gott kann das nicht wissen. Woher auch? Gott liegt nicht im Trend. Gott ist irgendwie zu gewöhnlich. Vielleicht aber auch einfach unvorstellbar.
Und Jesus? Stell dir vor, du bist ein Aussätziger zur Zeit als dieser Mann lebte. Du bist ausgestoßen aus der Gesellschaft. Niemand hat dich jemals berührt, denn du giltst ja als unrein. Die Menschen haben nur Verachtung und Spott für dich parat, sie ekeln sich vor dir. Alles, wonach du dich jemals gesehnt hast, ist ein gutes Wort - und da ist Jesus. Er kommt dir nahe, er berührt dich. Er zeigt Liebe, wo niemand nur auf die Idee kommen würde. Aber war er bloß ein netter Kerl, der Knabe mit lockigem Haar?
Da sind die Pharisäer. Die selbsternannte Gesinnungspolizei. Und was macht Jesus? Geht er dem Problem aus dem Weg, um die Harmonie zu wahren? Nichts da. Er wird wütend auf diese notorischen Heuchler, er geht dazwischen, er fordert sie heraus und nimmt den Kampf auf. Er geht in die Offensive und kämpft. Er zeigt Stärke. Kämpft um Menschen. Er tut Wunder. Er gibt alles.
Und wofür das alles?
Für Menschen, die überall nach Antworten suchen, nur nicht bei ihm.
Jesus und gewöhnlich?
"Glaubst du nicht, dass du in mir dem Vater begegnest?"
(GN, Joh 14, 10)
Jesus zeigt uns, wie Gott ist.
Gott und gewöhnlich?
Gibst du dich mit dem allgemein versöhnlich oder
lebst du ein Leben, das hervorsticht?
Es liegt an dir. Du hast die Wahl.
Montag, 5. Februar 2007
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