"Elmar Gruber hat in einem Büchlein eine Fotostory veröffentlicht. Man sieht den Lebenskampf eines Holunderstrauches, der als kleiner Spross im Lichtschacht eines Kellers zu wachsen beginnt. Bald stösst der junge Trieb an das Gitter des Lichtschachtes. Für einen Moment sieht es so aus, als wäre damit alles vorbei. Aus dem Dunkel kommend, will die Pflanze ans Licht aber sie stösst auf Widerstand. Das Metallgitter ist hart und unnachgiebig und das junge Grün biegt und verbiegt sich vergeblich im Kampf gegen das Hindernis. Plötzlich aber gelingt es dem Holunder, ein Zweiglein durch das engmaschige Gitter zu schieben. Der Strauch wächst weiter dem Licht entgegen und sein weiches Mark quillt förmlich durch die Ritzen des Gitters, verfestigt sich und wird zum Stamm. Jahreszeiten kommen und gehen und bald schon steht der Holunderstrauch in voller Blüte da. Wo andere Bäume nur ihre Wurzeln haben, die sie in Wind und Wetter aufrecht halten, hat unser Holunder eine Stütze auf halber Höhe: das Kellergitter.
Das Lebenshindernis wurde zu einer Hilfe, die trägt und hält. Von weitem betrachtet fällt
einem gar nichts Ungewöhnliches auf — man sieht nur einen Holunderbusch , der über und über mit Früchten behangen ist und stark an der Hausmauer steht. " (aus: Kalorienbomben)
Ich mag keine Gitter. Sie versperren einem den Weg. Sie nehmen das Licht weg. Sie kosten Kraft und Zeit, manchmal auch Tränen. Ohnmächtig einem Lebenshindernis gegenüber zu stehen - wer will das schon?! Schwachheit und eigene Grenzen zu akzeptieren war noch nie unsere Stärke, lag noch nie im Trend. Bei Jesus scheint das alles irgendwie seitenverkehrt zu sein...
"Denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark" (2. Korinther 12, 10). Denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark? Das sind Worte eines Mannes, dem man es nicht übel genommen hätte, wenn er sein Handtuch geworfen hätte. Paulus beeindruckt mich immer wieder. Weil er an Gott glaubte und begeistert davon, nicht schweigen konnte, eckte er oft an. Er wurde verfolgt, misshandelt und ins Gefängnis geworfen. Er hätte sagen können: "Ok, jetzt reicht's mir. Das kann es ja wohl nicht sein!" Aber er hat es nicht getan. Und warum nicht? Weil er von Gott alles erwartet hat. Sein Leben war nicht einfach, aber es stand in voller Blüte.
Gerne würden wir allen Hindernissen aus dem Weg gehen. Wenn's unangenehm wird, einfach einen großen Bogen um's Problem machen. Der Haken dabei ist nur: stärker werden wir dadurch nicht - im Gegenteil. Wachstum gibt es dann nicht (die Pflanze bleibt unter dem Gitter) und Gott kann seine Macht nicht unter Beweis stellen.
Ich glaub' am schwersten ist es, Gott Gott sein zu lassen. Aber genau um das geht es! Gott Gott sein lassen. Ich will nicht dahinvegetieren, Tag für Tag bloß durchstehen oder irgendwie verleben - ich will LEBEN, ganz, voll, echt. Leben in all seinen Facetten auch oder gerade mit Kellergitter.
Das Lebenshindernis wurde zu einer Hilfe, die trägt und hält. Von weitem betrachtet fällt
einem gar nichts Ungewöhnliches auf — man sieht nur einen Holunderbusch , der über und über mit Früchten behangen ist und stark an der Hausmauer steht. " (aus: Kalorienbomben)
Ich mag keine Gitter. Sie versperren einem den Weg. Sie nehmen das Licht weg. Sie kosten Kraft und Zeit, manchmal auch Tränen. Ohnmächtig einem Lebenshindernis gegenüber zu stehen - wer will das schon?! Schwachheit und eigene Grenzen zu akzeptieren war noch nie unsere Stärke, lag noch nie im Trend. Bei Jesus scheint das alles irgendwie seitenverkehrt zu sein...
"Denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark" (2. Korinther 12, 10). Denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark? Das sind Worte eines Mannes, dem man es nicht übel genommen hätte, wenn er sein Handtuch geworfen hätte. Paulus beeindruckt mich immer wieder. Weil er an Gott glaubte und begeistert davon, nicht schweigen konnte, eckte er oft an. Er wurde verfolgt, misshandelt und ins Gefängnis geworfen. Er hätte sagen können: "Ok, jetzt reicht's mir. Das kann es ja wohl nicht sein!" Aber er hat es nicht getan. Und warum nicht? Weil er von Gott alles erwartet hat. Sein Leben war nicht einfach, aber es stand in voller Blüte.
Gerne würden wir allen Hindernissen aus dem Weg gehen. Wenn's unangenehm wird, einfach einen großen Bogen um's Problem machen. Der Haken dabei ist nur: stärker werden wir dadurch nicht - im Gegenteil. Wachstum gibt es dann nicht (die Pflanze bleibt unter dem Gitter) und Gott kann seine Macht nicht unter Beweis stellen.
Ich glaub' am schwersten ist es, Gott Gott sein zu lassen. Aber genau um das geht es! Gott Gott sein lassen. Ich will nicht dahinvegetieren, Tag für Tag bloß durchstehen oder irgendwie verleben - ich will LEBEN, ganz, voll, echt. Leben in all seinen Facetten auch oder gerade mit Kellergitter.

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