Kubasta ist Matscho. Den Rest kann man getrost vergessen.
Nun bin ich heute dabei gewesen auszusortieren. Ich hab nämlich eine unheilsame Sammlerleidenschaft. Freilich wird nicht alles gesamelt. Nein, nein - nur das, was man ja noch brauchen könnte...Versteht sich. Wenn ich aber mal am Wegschmeißen bin, ist nichts von mir sicher. Ab in den Mist. Und was finde ich da? Da stoß ich doch auf eine Folie mit sorgsam zusammengetragenen Comics und anderen humorigem Zeugs, die mein Herz besonders erfreut haben. Und mitten drunter: Matscho. Ich bin nicht so grausam, als dass ich euch das jetzt hier vorenthalten würde. Eine kleine Kostprobe:
Es leben der kleine Unterschied, heißt es, wenn es um Männlein und Weiblein geht. Ich weiß zwar nicht, wo Sie den kleinen Unterschied gesucht hätten, liebe Leser - ich jedenfalls habe ihn gefunden!
Es ist nämlich so: Seit das hässliche Wort Emanzipation Einzug in unseren täglichen Sprachgebrauch gehalten hat, verbirgt sich Ihr sehr ergebener Matscho in jeder freien Minute hinter Büschen und Sträuchern und schaut den beiden Geschlechtern misstrauisch dabei zu, wie sie immer gleicher werden. Ja, die Konturen verschwimmen. In künftigen Synonym-Lexika wird unter dem Begriff "Mann" stehen: "Frau".
Denn SIE schimpfen wir WIR. SIE rauchen wie WIR. SIE raufen wie WIR. Und SIE saufen wie WIR. Nur in einem einzigen Punkt dominieren immer noch wir wackeren Kerle. Da lassen wir uns von Evas Töchtern nicht den Rang ablaufen. Die Rede ist, Vorhang auf: vom Spucken! Spucken ist männlich - wenigstens was.
Diese meine Behauptung stützt sich auf langjährige Beobachtungen und kann jederzeit durch Fakten untermauert werden. Wenn Sie heute, sehr arglose Lesergemeinde, an das Ende eines Häuserblocks geraten, und es pfeift urplöztlich aus neunziggradigem Winkel ein ebenso kompaktes wie geschmeidiges Flugobjekt an Ihrem Gesicht vorbei, dann können Sie absolut sicher sein, dass gleich hinter dem stattlichen Pfropfen ein Herr der Schöpfung um die Ecke biegt!
Von uns Männern abgesehen, gibt es ja nicht wirklich viele profilierte Spucker. Kamele spucken, zum Beispiel. Wenn man Pech hat, spuckt einem das Schicksal in die Suppe. Und in den Schulaufsätzen meines Matscho junior spucken hin und wieder auch Gespenster herum. Das ist aber völlig normal, bei dem kommen sogar die eher seltenen Heidelbären vor.
Freilich: In der Schulpause, wenn die Knaben im wilden Wettstreit die Luft befeuchten, haben die Mädels ganz andere Interessen. Die zeichnen, wie es ihrer urweiblichen Veranlagung entspricht, Postkartenmotive für das St. Anna Kinderspital...
Möglicherweise ist der kleine Unterschied doch größer, als manche glauben.
: D Hmmm. In meiner urweiblichen karinischen Natur lag es nicht Postkartenmotive zu zeichnen. : D Was hab ich in den Schulpausen eigentlicht so gemacht? Meine Jause gemampft. Kampf ums leckere Futter beim Schulbuffet innerhalb lässiger 10 min (wobei man innerhalb dieser auch das Verschlingen des jeweiligen Erbeuteten mitrechnen muss). Die "Unterstufler" waren dabei immer sehr gschaftig! Die kleinen Gfraster nützen ihre Größe sowie niedliches Aussehen aus. Vordrängeln und dann mit großen Augen und einem "dürft ich bitte die Semmel dort haben?". Grins. Blinsel. Tja, und schon war er weg, der begehrte Leckerbissen. Die Damen am Schulbuffet hatten einfach immer zuviel Mitglied mit den kleinen Unschuldigen. Die restlichen 5 min gingen für den obligatorischen Klogang drauf. Zu fünft tratscht es sich nun mal viel besser. Wichtiges muss nun mal ausgetauscht werden. Wenn dann noch Zeit blieb, wurde noch in hecktischer Eile Versäumtes für die nächste Stunde aufgeholt. Bloß waren die Pausen immer zu kurz für all das, was man zu erledigen hatte...Nicht mal, wenn ich gewollte hätte, wäre es sich zeitmäßig ausgegangen Postkartenmotive zu zeichnen.
Möglicherweise hat Matscho ja Recht: Der kleine Unterschied ist in vielen Punkten doch größer, als manche glauben.
