Mittwoch, 25. Juli 2007

Der kleine Unterschied

Weiß nicht, wie es euch da so geht, aber ich fahr öfters mit der U-Bahn und wenn es länger dauert, kann es schon mal zach werden. 20 andere irrsinnig fad dreinschauende Personen, deren Schweiß mich in einem seltsamen Gebräu eines speziellen Aromas umhüllt. Nervöser Blick auf die viel zu kleinen Kippfenster durch die zart Luft eindringt. Wenn ich dann die Auswahl hab zwischen einem soziologischen Fachbuch über Statistik (das ich in dem Moment nicht um des Lernenswillens unbedingt lesen muss) in meiner Tasche oder dem Vormagazin, dann wähle ich das Vormagazin. (!!!) Und zwar nur aus EINEM Grund: Matscho.
Kubasta ist Matscho. Den Rest kann man getrost vergessen.
Nun bin ich heute dabei gewesen auszusortieren. Ich hab nämlich eine unheilsame Sammlerleidenschaft. Freilich wird nicht alles gesamelt. Nein, nein - nur das, was man ja noch brauchen könnte...Versteht sich. Wenn ich aber mal am Wegschmeißen bin, ist nichts von mir sicher. Ab in den Mist. Und was finde ich da? Da stoß ich doch auf eine Folie mit sorgsam zusammengetragenen Comics und anderen humorigem Zeugs, die mein Herz besonders erfreut haben. Und mitten drunter: Matscho. Ich bin nicht so grausam, als dass ich euch das jetzt hier vorenthalten würde. Eine kleine Kostprobe:

Es leben der kleine Unterschied, heißt es, wenn es um Männlein und Weiblein geht. Ich weiß zwar nicht, wo Sie den kleinen Unterschied gesucht hätten, liebe Leser - ich jedenfalls habe ihn gefunden!
Es ist nämlich so: Seit das hässliche Wort Emanzipation Einzug in unseren täglichen Sprachgebrauch gehalten hat, verbirgt sich Ihr sehr ergebener Matscho in jeder freien Minute hinter Büschen und Sträuchern und schaut den beiden Geschlechtern misstrauisch dabei zu, wie sie immer gleicher werden. Ja, die Konturen verschwimmen. In künftigen Synonym-Lexika wird unter dem Begriff "Mann" stehen: "Frau".
Denn SIE schimpfen wir WIR. SIE rauchen wie WIR. SIE raufen wie WIR. Und SIE saufen wie WIR. Nur in einem einzigen Punkt dominieren immer noch wir wackeren Kerle. Da lassen wir uns von Evas Töchtern nicht den Rang ablaufen. Die Rede ist, Vorhang auf: vom Spucken! Spucken ist männlich - wenigstens was.
Diese meine Behauptung stützt sich auf langjährige Beobachtungen und kann jederzeit durch Fakten untermauert werden. Wenn Sie heute, sehr arglose Lesergemeinde, an das Ende eines Häuserblocks geraten, und es pfeift urplöztlich aus neunziggradigem Winkel ein ebenso kompaktes wie geschmeidiges Flugobjekt an Ihrem Gesicht vorbei, dann können Sie absolut sicher sein, dass gleich hinter dem stattlichen Pfropfen ein Herr der Schöpfung um die Ecke biegt!
Von uns Männern abgesehen, gibt es ja nicht wirklich viele profilierte Spucker. Kamele spucken, zum Beispiel. Wenn man Pech hat, spuckt einem das Schicksal in die Suppe. Und in den Schulaufsätzen meines Matscho junior spucken hin und wieder auch Gespenster herum. Das ist aber völlig normal, bei dem kommen sogar die eher seltenen Heidelbären vor.
Freilich: In der Schulpause, wenn die Knaben im wilden Wettstreit die Luft befeuchten, haben die Mädels ganz andere Interessen. Die zeichnen, wie es ihrer urweiblichen Veranlagung entspricht, Postkartenmotive für das St. Anna Kinderspital...
Möglicherweise ist der kleine Unterschied doch größer, als manche glauben.

: D Hmmm. In meiner urweiblichen karinischen Natur lag es nicht Postkartenmotive zu zeichnen. : D Was hab ich in den Schulpausen eigentlicht so gemacht? Meine Jause gemampft. Kampf ums leckere Futter beim Schulbuffet innerhalb lässiger 10 min (wobei man innerhalb dieser auch das Verschlingen des jeweiligen Erbeuteten mitrechnen muss). Die "Unterstufler" waren dabei immer sehr gschaftig! Die kleinen Gfraster nützen ihre Größe sowie niedliches Aussehen aus. Vordrängeln und dann mit großen Augen und einem "dürft ich bitte die Semmel dort haben?". Grins. Blinsel. Tja, und schon war er weg, der begehrte Leckerbissen. Die Damen am Schulbuffet hatten einfach immer zuviel Mitglied mit den kleinen Unschuldigen. Die restlichen 5 min gingen für den obligatorischen Klogang drauf. Zu fünft tratscht es sich nun mal viel besser. Wichtiges muss nun mal ausgetauscht werden. Wenn dann noch Zeit blieb, wurde noch in hecktischer Eile Versäumtes für die nächste Stunde aufgeholt. Bloß waren die Pausen immer zu kurz für all das, was man zu erledigen hatte...Nicht mal, wenn ich gewollte hätte, wäre es sich zeitmäßig ausgegangen Postkartenmotive zu zeichnen.
Möglicherweise hat Matscho ja Recht: Der kleine Unterschied ist in vielen Punkten doch größer, als manche glauben.

Freitag, 13. Juli 2007

Das Wandern...

...hab ich schon sehr vermisst. Heute waren Sonja und ich wandern in der Hagenbachklamm. Landschaftlich echt voll schön, bloß nicht ganz so bergig, sondern eher hügelig. ;) Sowohl Bergland als auch eher flachere Landschaftsformationen haben so ihre Reize.
Verschlungenes Wurzelwerk, schöne Felsformationen, viel Wald, Wasser und frische Luft (weshalb ich jetzt ordentlich müde bin ;) ). Das Wetter hat sich gehalten - war richtig gutes Wanderwetter, kühl, aber nicht zu frisch und ohne Regen. *jips* Schon erstaunlich und wunderschön, was sich Gott alles für uns einfallen hat lassen...

Donnerstag, 12. Juli 2007

Ein bisschen Urlaubsstimmung


Das Jazz Fest Wien klingt nun langsam aus und leider
konnten wir nur eine Sängerin hören und sehen: Simphiwe Dana.
Wer noch Lust hat und ein bisschen Zeit opfern kann,
der muss sich beeilen, denn das Jazz Fest endet heute mit
Gino Sitson im Reigen und Malia am Rathausplatz (freier Eintritt!).
Gestern waren Stephan und ich mit Theresa und Peter Cocktailtrinken,
um Semesterabschluss nachzufeiern.
Es war total gemütlich und mein Mudslide mundete sehr *leckerschmecker*


In den letzten Tagen habe ich meine Hobbies wieder mehr aufblühen lassen und wieder zu malen begonnen. Dabei kann ich mich so richtig entspannen - gute Musik dazu hören und mit viel Farbe herumklecksen tat nach so langer Zeit wieder voll gut. Dabei muss einem schon die Muse küssen, tut sie das nicht und findet man für dieses Hobby keine Zeit, dann bleibt die Leinwand leer und der Pinsel sauber. Jetzt wurde es endlich doch noch was - die Muse küsste und deshalb hier ein Bild von mir. Das Foto ist etwas dünkler und die Qualität ist nicht die Beste, aber ich denk' man kann's doch ziemlich erkennen.

Ich bin irgendwie grad voll auf den Jazz Geschmack gekommen...es gibt da nämlich noch was: Das Jazzfest Wiesen, bei dem ich mir schon zum 100sten Mal vornehme hinzugehen. Was ganz anderes ist da das Novarock, was auch schön gewesen wäre, ging sich aber leider nicht aus. Naja, hoffentlich beim nächsten Mal.

Montag, 2. Juli 2007

Semesterschluss

Juhei, Ferien. Es hat sich wieder viel getan. Und ich bin froh, dass dieses Semester um ist. Jetzt hol' ich erstmal versäumten Schlaf nach und werd' meine Hobbies wieder mehr pflegen. Mehr Sport machen (oha, Achtung: Vorsatz) und Freunde treffen. Mah, wird aber auch Zeit - ich vermiss euch schon. Aber soviel Zeit hatten wir in letzter Zeit eben nicht so...
Im August heißt's dann nur noch: "Her mit dem Schnorchel - ab ins Wasser!" Und auch relaxen und a bissl Kulturangebot schnubbern, kann nicht schaden. Auch hier nur mal so ein Tipp für jene, die sich gerne Städte anschauen: Wiener- Neustadt-Anschauen hat sich auf alle Fälle ausgezahlt- nicht nur wegen der schönen kleinen Gassen, sondern auch besonders ein wunderschöner Park hat es uns angetan. ; ) Dort haben Stephan und ich uns verlobt - wir freuen uns schon sehr auf die Zukunft und sind gespannt wie's weitergeht, nach dem Sommer. Ende Juli sollt' ich's dann hoffentlich schon wissen. Schöne Ferien, für jene, die noch in den Genuss solcher kommen dürfen und erholsamen Urlaub für alle tapferen Helden der Arbeit!

Meteorologen haben's schwer

Ich hab' keiner Seele etwas zuleide getan,
ich hab' weder unterschlagen noch geklaut;
und doch nennt man mich Tunichtgut, schimpft man mich Scharlatan,
verhöhnen und verspotten sie mich laut!
Ich kann, wo ich will, hinkommen:
nirgends werd' ich ernst genommen!
Meinen Freunden bin ich nur ein steter Grund zur Heiterkeit.
Selbst beim Bäcker und beim Schlächter
hör' ich dröhnendes Gelächter;
der Drogist wiehert und gluckst wegen meiner Anwesenheit,
und er zeigt mit keckem Finger auf mich hin, ja, auf mich hin,
nur weil ich Meteorologe bin.
Zugegeben, es gab hin und wieder einen Fall, da war
das Wetter nicht ganz so wie prophezeit.
Das mit dem Schneesturm im August, das ging nicht so ganz klar;
auch die Hitzewelle zu Sankt Niklaus tut mir heute leid.
Dabei wies mein Augenzucken
und mein starkes Daumenjucken
ganz untrüglich auf ein ausgedehntes Skandinavienhoch!
Nun, es ging manche Prognose
unbestritten in die Hose.
Nur einmal im September 68 stimmte doch
die Vorhersage für Grönland immerhin, ja, immerhin,
weil ich ein Meteorologe bin!


(aus: "weil ich Meteorologe bin" von Reinhard Mey)


Das Smalltalk-Gesprächsthema Nr.1 der Österreicher ist wohl das Wetter, dann vielleicht die Politiker und dann kommt der Rest. Über's Wetter redet man zum Beispiel gerne, wenn man nicht weiß, was man reden soll und das Schweigen einfach nicht erträgt. Zwickt einem der rechte Zeh, dann ist das Wetter d'ran schuld. Ja, das Wetter hat schon seine praktischen Seiten. Und meistens ist es leider einfach nicht so, wie es sein sollte. Regen, wenn man gerne Sonne hätte, Sturm, den kann man sowieso nicht brauchen, Sonne, wenn wir's gerne kühler hätten und Kälte, wenn uns etwas Bräune nicht schaden könnte. Neuerdings hängt das ja auch mit dem Klimawandel zusammen. Und neuerdings haben auch die Ferien begonnen. Da wird auf passendes Wetter gehofft und alles fährt gleichzeitig in den Urlaub. Stau. Neuerdings hat man erkannt, dass das vielleicht ungünstig ist. Das soll sich jetzt ändern.
Veränderungen sind ja so eine Sache. Viele meinen sie wären gut. Sonst bleibt man stehen und das wär nicht gut. Manche meinen sie brauchen sie, aber wenn sie dann da sind, sind sie nicht immer so erwünscht. Das Wetter ändert sich und auch das Leben bleibt nicht stehen. Um mich herum verändert sich was, Beziehungen, Lebensumstände und ich mich selbst auch. Aber eigentlich sind die Menschen von heute immer noch die Menschen von gestern. Jeder will glücklich sein und ist auf der Suche danach. Das wird sich nie ändern. Keiner kann mir sagen, wie die Welt in 10 Jahren aussieht. Kein Meteorologe, kein Astrologe und sonst kein Mensch weiß genau um meine Zukunft bescheid. Es gibt nur einen, der mich und meine Zukunft kennt. Ich weiß, dass ER den Überblick hat und ich freu mich drauf!