Mittwoch, 3. Oktober 2007

Auszug aus einer feministischen Studentenzeitung oder die feministische Verwirrung der Sprache

Wenn Kollegen im Scherzkisterl übernachten

Neulich war einer von ihnen einfach extrem witzig, als er ein E-Mail ans Team schickte, um seinen Urlaub anzukündigen:

Liebe Kolleg*, (Das kann ja noch so stehen bleiben.)
Ich bin auf UrlaubIn vom 27.2. - 3.3.2007. (Wahnsinnig witzig, der Erste!)
MS vertritt mich in FragInnen SoftwareInnen und ITInnen. (Wahnsinnig witzig, die Zweite!)
lg, Peter "Ice-T Master" MüllerIn (Ok, aus dem Nachnamen Müller eineN MüllerIn zu machen, ist vielleicht irgendwie witzig. Vielleicht.)

Natürlich bin ich nicht humorlos. Nein, ich kann lachen - aber bei solchen Witzen fühle ich mich verarscht und nicht ernst genommen.

Tja, das war wahrscheinlich auch Sinn und Zweck der Sache. ;) Also, ich finde, der/die Herr/Frau Peter MüllerIn hat Humor. :D

Neulich zeigte mir mein Bruderherz sein neustes Deutschschulbuch "Sprache heute":

"Rezipient" oder "Konsument" ist der/die Leser/in, Hörer/in, Seher/in. Er/Sie nimmt die Informationen mehr oder weniger aufmerksam und interessiert auf. Diese "Rezeption" hängt von mehreren Faktoren ab, die später genauer zu erläutern sind.

Autsch, das tut weh und macht das Lesen nicht unbedingt leichter! Es gibt wahrhaft wichtigere Dinge, als das Bemühen mancher "die Sprache vom Patriachat zu erlösen".

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