Montag, 28. April 2008

Richtig gesehen

Ich bin wieder auf Pink umgestiegen! Betont es doch meine unaussprechliche Weiblichkeit *hihi* Ja, und ich hab mir überlegt, mein Bloggerdasein zu beenden oder zumindest zu pausieren. Also, falls hier demnächst gaaar nix mehr kommt, also wirklich gar nix mehr, dann wisst ihr warum.

Was man denkt oder tut

Das Leben in seiner irrationalen Wirklichkeit, und sein Gehalt an möglichen Bedeutungen sind unausschöpfbar. - Max Weber

Ist das, was man denkt oder tut. Vom Zeitgeist wird bestimmt, was grad in und was grad out ist, somit auch bis zu einem gewissen Grad, wer dazugehört und wer eben nicht. Die Stellung des Einzelnen ist dabei wichtig. Das Ego steht an erster Stelle, sein Wohlergehen. Schlimm ist, dass dieses Kreisen ums eigene Wohlergehen kaum noch als Egoismus wahrgenommen wird. Ja, es wird als positiv bewertet, wenn jemand egoistisch ist. Derjenige hat einen gesunden Egoismus - "der wird es noch mal zu etwas bringen". Wenn eine Gesellschaft von einer solchen Grundhaltung geprägt ist, dann ist es ausgesprochen schwierig, klare Grenzen zu setzen, denn eine klare Eindeutigkeit behindert uneingeschränkte Einfaltung des Egos ungemein. So ist folglich der Zeitgeist durch fast nichts anders als durch verwaschene Grenzen geprägt. Man spricht nicht mehr von Gut und Böse und wertet beides entsprechend, indem das Gute als erstrebenswert dargestellt wird und gleichzeitg klargestellt wird, dass gegen das Böse vorgegangen werde muss. Vielmehr geht man davon aus, dass wir beides in uns haben - was letztlich stimmt - und deshalb auch beides zum Zug kommen muss - was nicht stimmt!

Diese inzwischen gängige Haltung findet besonders in den Medien und in der Kunstszene ihren Ausdruck. Es gibt immer mehr Darstellungn von Brutalität und Perversion ganz ohne Wertung oder aber mit der lapidaren Erklärung, dass es wichtig ist, seine Fantasien nicht zu unterdrücken, damit die Individualität nicht veloren geht. Es ist out gegen den Zeitgeist zu gehen, zu sagen, das man mit dem Bösen nichts zu tun haben will. Das Böse in uns wird beachtet, aber nicht mehr an seinen Platz verwiesen.

Sich schuldig zu fühlen gilt als psychischer Defekt und nicht als angemessene Reaktion auf ein Fehlverhalten. Es fehlt die Instanz, die genau definiert, was Gut und was Böse, was Wahrheit und was Lüge ist, weil sie durch das als absolut gesetzte Ego ersetzt wurde. Da ist dann auch kein Raum mehr für feste Werte oder gar Unterordnung oder den Gedanken an eine höhere Macht, die sehr eindeutig Werte setzt und Grenzen klar definiert. Gleichzeitig ist aber auch erkennbar, dass sehr wohl eine Sehnsucht nach Sicherheit und Orientierung besteht, nach Zugehörigkeit und Geborgenheit. Diese Sehnsucht findet ihren Ausdruck in toll gestalteten Wohnungen, die das Nest oder die Burg darstellen, wo man sich ausruhen kann. Man ist, was man hat, scheint der Leitsatz zu sein.

Menschen, die sich nicht nach dem Zeitgeist richten, werden in die Isolation verbannt. Viele Menschen denken aus lauter Angst nicht dazuzugehören, was alle denken, auch wenn sie dadurch ständig ihre eigenen Grenzen überschreiten. Dies geschieht oft bis zu einem Punkt, an dem sie jegliche Integrität oder oft sogar Würde verlieren. Meist ist durchaus die Bereitschaft vorhanden, auch mal anders zu sein oder den anderen in den Blick zu bekommen, es muss nur jemand da sein, der es vormacht und einen ersten Schritt tut. Es ist wichtig, eine Quelle für Werte und Maßstäbe zu haben, sowie eine feste Überzeugung, dass diese Werte und Maßstäbe konstruktiv und lebbar sind und positive Auswirkungen auf mich und andere haben.

Für mich persönlich ist diese Quelle die Bibel und ich habe damit großartige Erfahrungen gemacht. Kaum zu glauben, dass ein so altes Buch auch heute noch der Leitfaden für ein reiches Leben sein kann. Mit Gott im Rücken und in einer persönlichen Beziehung zu ihm kann ich mich trauen auch mal anders zu sein. Und ich stelle dann hin und wieder sogar fest, dass ich dabei gar nicht allein bin, sondern ich selbst bleibe. Ich bin dem Zeitgeist nicht ausgeliefert, sondern habe Raum zum Entdecken und Gestalten auch ganz anderer Denk- und Verhaltensweisen. (Antje Balters "Mut zum Nein sagen")

Hmm, wahr oder falsch?

Samstag, 19. April 2008

Klecks und Blümchen, Campa und Pool


Ja, wie man sehen kann, hab ich vor ein paar Wochen wieder meine Acrylfarben ausgepackt und fleißig gekleckst. Mein kreativen Ergüsse bleiben allerdings noch für einige Zeit unvollendet. Leider hab ich grad net soviel Zeit zum Malen, deshalb hab ich das Malwerkzeug wieder zurück in den Kasten wandern lassen. Nun darf es darauf warten, dass ich es wieder auspacke. Meine Hobbies kommen oft zu kurz - dabei tut es mir so gut. Fast wie ein bisschen Meditation, wenn man so sitzt, vor sich hinmalt bei guter Musik. Einfach ein Genuss und sehr entspannend! :)

In unserem Garten sind ebenso Farbtupfer von meiner Mama liebevoll angebracht worden- eine richtige kleine Oase wird das wieder. Da freu ich mich schon auf laue Sommernächte und gute Gespräche bei einem Glas Wein.
Mah, ich freu mich schon riiiesig auf den Sommer!

Übrigens: Vor einiger Zeit waren wir auf der Campa und Pool. Jaja, wir waren tapfer und haben uns mit den Massen durch die Messehallen geschleppt. ;) War wirklich viel los - und jeder wollte natürlich die Wohnwägen und -mobile gleich vorort testen. Ja, und wie die getestet wurden, auf Herz und Nieren! Nicht umsonst hing an manchen Exemplaren: "Wir bitten Sie keine Umbauten vorzunehmen" oder so ähnlich. An einem Campingbus, wo dieses Schild angebracht war, war gerade eine Mutter dabei, die Sitze auseinander zu nehmen. Als wir reinluckten, meinte sie begeistert: "Die kann man zum Schlafen umklappen". *g* Jaja, das fröhliche Campervolk!

Ich weiß noch, für mich als Kind früher war diese Messe das reinste Abenteuer. Du DARFST in alles reingraxeln, egal ob in Zelt oder Wohnwagen und die Eltern machen sogar dabei mit! Herrlich!
Die Kinder, die dort waren, waren auch fleißig am Entdecken. Als Stephan und ich so ein Wohnmobil von innen angesehen haben, sind auch 3 kleine Stöpeln reingegraxelt (ja, so schnell kommt man heutzutage zu Kindern ;) ), um das Vehikel zu begutachten. Stephan hat sich alles genau angesehen und sich dann auf den Fahrersitz gesetzt. Ein ca. 5-Jähriger von den dreien hat das bemerkt und panisch den anderen zugerufen: "Hey, der fährt weg! Schnell raus!" Fluchtartig waren die 3 Stöpsis wieder draußen und schwubs - wir waren wieder kinderlos im Wohnmobil. :D Voll lieb die 3!

Gar nicht schlecht staunten wir, als wir vor einem riiiesen Wohnmobil mit ca. 12m Länge standen
(bis zu 14m sind gesetzlich erlaubt) . Der Eingang war mit einer roten Kordel versperrt, draußen hing ein Schild: "Begutachten nur mit Berater möglich". Beim Reinschauen, waren wir auch ziemlich baff: bequeme Sitzecke mit Ledersitzen und nettem Couchtisch, großer Flachbildschirm, Spots, beleuchtete Glasvitrinen, alles voll automatisch gesteuert (das Teil sagt dir z.B. wann der Wassertank leer ist - kann aber bei Deffekt natürlich dann auch passieren, dass du aus dem werte Eigenheim nicht mehr rauskommst), eine Rückfahrkamera, geräumiges Schlafzimmer und Bad, Küchenblock mit Marmorplatte, Einrichtung in Vollholz (deshalb eher seltener, weil es einfach zu schwer ist), natürlich Klimaanlage und außen eine Solaranlage am Dach, hinten eine Minigarage, um ein Motorrad reinzuschieben (hmm, vielleicht das einzig wirklich Verlockende an der Sache*g*).
Öhm, ja, muss ich noch mehr sagen? Naja, das ganze hat natürlich auch seinen Preis - der ganze Spaß, um lockere 200.000€. Ja, auch Campen kann man im großen Stil...dumm nur, wenn gewiffte Leute des Urlaubslandes dahinter kommen, dass man damit Geld machen könnte und man aus dem Urlaub, um 200.000€ leichter zurückkommt! ;)

Mittwoch, 9. April 2008

So, liebe Leut...

...ja, ich lebe noch! ;) Nachdem sich einige löbliche Blogleser über die Dürftigkeit der regelmäßigen Blogeinträge beschwert haben, möchte ich hiermit ein bloggerisches Lebenszeichen setzen. Jawohl - es gibt mich noch, nach wie vor in ganzen 1,65 cm! =) Und ich freu mich so, dass der Frühling sich zu uns verirrt hat (zumindest tut er zwischendurch mal so, als wäre er schon da)!

Der Frühling ist mehr oder weniger auch schon in unserem Land angekommen - in all seine Facetten: Frisches Grün, das viele von uns erfreut und viele Allergiker zu dankbaren Konsumenten der Taschentuchbranche macht. Abwechslungsreiches Wetter, bei dem man morgens tiptopwetterfest eingepackt am Bahnsteig steht und beim Heimfahren das Bedürfnis nach kleidungsmäßiger Freiheit bekommt - vorallem dann, wenn in den Straßenbahnen nach wie vor fleißig geheizt wird (was, nur mal nebenbei angemerkt, in der wirklich kalten Zeit, nicht ganz so häufig der Fall war). Und heute wurden wir sogar schon frühmorgens mit Sonnenschein überrascht! Also, wer kann und mag, raus aus dem Haus und unter die Sonne! Das tut gut, auch für Schnupfnasen wie meiner einer. Außerdem werden dabei Serotonin und Dopamin ausgeschüttet, welche nicht nur Frühlingsgefühle bescheren, sondern auch allgemein zu einem besseren Befinden beitragen sollen. Der Frühling ist ja so "klischeebehaftet" - ihr wisst schon, mehr Sonne + daraus folgend mehr Hormone = mehr Pärchen und Kinderwägen. Ich glaub, dass es weniger an den durch mehr Sonne ausgeschütteten Hormonen liegt, sondern viel mehr daran, dass durch mehr Sonne, die Leute weniger anziehen. Demnach also, wären es eher mehr Sonne + mehr Haut, die zu unserer Summe führen . ;) *lol*
Ihr wisst, was ich meine - is eh klar (übrigens ein "böööses" wort unter Soziologen - alles was prinzipiell "eh klar" ist, ist erforschenswert...tsja, verdreht sind wir Menschen, verdreht auch die Wissenschaft).

Wusstet ihr übrigens, dass es einen Nord- und einen Südfrühling gibt? Nicht? Ich stell an euch die Frage: Was ist denn bitte ein Nord- bzw. Südfrühling? Der Mutige, der es wagt mittels Kommentar mir eine Antwort (natürlich die Richtige) zu geben, übertrage ich offiziell den Titel Mr. oder Miss "KK 2008" (=KlugerKopf 2008). Also, entweder in verborgenen Hirnwindungen nachgraben oder andere Hilfsmittel zu Rate ziehen. Und soooo schwer ist die Frage ja nicht... ;)

Hmm, ja was tut sich sonst so:
Ich beginne demnächst mit dem Schreiben einer meiner Abschlussarbeiten (2 Bakkalaureatsarbeiten muss man insgesamt verfassen) und hoffe, dass ich sie spätestens bis September fertig habe. Gestern hatte ich ein sehr langes Seminar, das sehr interessant war, keine Frage, bei dem ich mir aber wieder gedacht hab, dass man schon ein eigener Typ sein muss, um in dieser "science community" dabei zu sein. Sag mir, wen du kennst, und ich sag dir, wer du bist...

Standhaft hab ich den letzten Wochen kranke Familienglieder überlebt, nun hat es mich leider auch erwischt. Aber es wird schon wieder. =)

In Sachen H sind wir fleißig am Vorbereiten. Es gibt viele kleine und ein paar große Dinge, an die man denken muss und damit ihr nicht glaubt, wir haben nichts getan hier ein paar große Meilensteine:
H- Einladungen haben wir fertig gestellt und nach und nach werden sie unters Volk gebracht. Auch die Flitterwochen sind nun fix gebucht und wir freuen uns schon riiiiesig auf die Inselgruppe (bzw. eine Insel dieser Inselgruppe) im Atlantik, die auf der Höhe von Florida und der Sahara in der geographischen Region Makaronesien liegt und zu Spanien gehört! (...schon wieder so quizartig *hihi*) Na, und auf alle Fälle freuen wir uns schon auf unser Fest und darauf, wenn wir einfach nur noch gemütlich an der Tafel sitzen dürfen und den eher "nervenaufraubenden" Teil hinter uns haben. ;)

Ja, demnächst werde ich mein kleines aber feines Motorrad wieder aus dem Winterschlaf wecken *Suuuusi* Und so wird auf sonnige Wochenenden gehofft, da wir keine hardcore-bei-jedem-Wetter-Fahrer sind. ;)

So, öhm, jo, das wär's für heute von meiner Seite wieder ;) Ab mit euch nach draußen (sofern ihr den Pollenflug gut verträgt) und mit einem frischfröhlichenschniefschnupf-Gruß,
die karin

Montag, 3. März 2008

Rückblick und Reingucker



Nun bin auch ich wieder daheim :) Schön war die Zeit in der Wohnung - habs echt genossen. Gutes Essen *jammie*, schöne Umgebung, Ruhe und fast keine Ablenkung vom Lernen. Herrlich!

Trotzdem...die Vorfreude auf Farmer war schon groß!

Ich habs gern dunkel, wenn ich schlafen will - nun haben wir allerdings noch keine Vorhänge und vor unserem Fenster ist eine hell leuchtende Straßenlaterne. Deshalb hab ich mir ein Plastiktischtuch und Tesaband geschnappt und es kurzerhand zur Jalouise umfunktioniert - auch zum Raufrollen selbstverfreilich.
Hat, wie ihr sehen könnt, super gefunkt :)


Die Vorfreude auf die H wächst auch stetig *hihi* und mit den Vorbereitungen gehts gut voran. Ich probier immer mal wieder zwischendurch mein Brautkleid an (um sicher zu gehen, dass ich auch im Sommer noch reinpasse ;) ) - das ist voll das schöne Gefühl! :)

Gerade hab ich wieder mal mit dem Uni-Anmeldesystem gekämpft. Ich habs in 4 Lehrveranstaltungen reingeschafft, bei den anderen leider nicht und auf 3 weiteren steh ich auf der Warteliste - wobei die Wahrscheinlichkeit reinzukommen, wenn man sich auf 40. Position von max. 25 Plätzen befindet, ziemlich gering ist...*grümel* Tja, und dafür wird brav die Studiengebühr bezahlt.

Montage...

...machen mich immer so müde...

Sonntag, 24. Februar 2008

What a feeling...

...can't believe it! *träller* Ja, während mein geliebter Hase Snowboarden ist, genieße ich für eine Woche die Zeit in unserer Wohnung und ich finde es einfach herrlich!
Ich mach's mir gemütlich mit Teelichtern und Kerzen (schließlich muss ich etwas weiblichen Charme in diese Wohnung bringen ;) ) , guter Musik, guten Büchern, gutem Essen und wenn ich nicht lernen müsste, wäre es fast wie ein bisschen Urlaub (von meiner Familie *hihi*). Es tut gut, einfach einmal ein bisschen für sich zu sein.

Unser Dorf hier, ist wirklich ein Dorf. Kaum zu glauben, dass wir zu W dazu gehören. Naja, W is halt anders. *g* Ein paar Meter weiter, beim Kanal unten, wohnt ein Biber bzw. eine ganze Sippe, die überall Spuren hinterlassen und fleißig Bäume fällen und abknabbern. Aja, und ein Schwanenpärchen und viele Enten sind auch da.
Heute waren ganze viele sportliche Menschen unterwegs *zuhülf* - nordic walkend, spazierend, radelnd, laufend (das allerschlimmste!) - da musst du mal ein Fleckchen finden, wo du alleine bist! Also, ihr seht schon, bei uns geht die Post ab! ;) Falls man sich von der vielen frischen Luft erholen will, kann man gleich in die zahlreichen Heurigen bei uns einkehren. Find ich toll. :)

Gestern war ich auf Marina's Geburtstagsparty - danke für die schöne Zeit, liebe Marini und nochmals HAPPY BIRTHDAY to YOU! Es tat gut, sich mal wieder so richtig wegzushaken, liebe Leute wiederzusehen und einfach nur die Zeit zu genießen (ohne auf die Uhr zu schauen - thx to jesus, dass ich meine letzte Bim noch erwischt hab :) ). Vor lauter Arbeit vergesse ich manchmal, das Leben zu genießen...oder die ganz kleinen erfreulichen Dinge des Lebens zu sehen (eine liebe Freundin hat mich daran wieder erinnert - danke Lia!). ok, das war jetzt a bissl kitschig...aber ihr wisst, was ich meine :)

Sonnenstrahlen. Fenster durch die man nun wieder durchsehen kann. Weißbrot mit Olivenöl. Warmes Wasser. Schlaf. Ein gutes Gespräch mit Freunden. Weiches Gras. Angeknabberte Bäume.
Arbeiten, um zu leben - nicht umgekehrt.
In diesem Sinne, liebe Grüße aus dem (baldigen) Eigenheim und fetten Segen!

Freitag, 22. Februar 2008

Arbeitstempo

Der Herr gibt mir für meine Arbeit das Tempo an, ich brauche
nicht zu hetzen.
Er gibt mir immer wieder einen Augenblick der Stille, eine
Atempause, in der ich zu mir komme.
Er stellt mir Bilder vor die Seele, die mich sammeln und mir Gelassenheit geben.
Oft lässt er mir mühelos etwas gelingen, und es überrascht mich selbst, wie zuversichtlich ich sein kann.
Ich merke: Wenn man diesem Herrn vertraut, bleibt das Herz ruhig.
Obwohl ich viel zu viel Arbeit habe, brauche ich doch den Frieden nicht zu verlieren.
Er ist in jeder Stunde da und in allen Dingen, und so verliert alles
andere sein bedrohliches Gesicht.
Oft, mitten im Gedränge, gibt er mir ein Erlebnis, das mir Mut macht.
Das ist, als ob mir einer eine Erfrischung reichte, und dann ist der Friede da
und eine tiefe Geborgenheit.
Ich spüre, wie meine Kraft dabei wächst, wie ich ausgeglichen werde und mir mein Tagwerk gelingt.
Darüber hinaus ist es einfach schön, zu wissen, dass ich meinem Herrn auf der Spur und dass ich, jetzt und immer, bei ihm zu Hause bin.

Psalm 23 nach Toki Miyaschina

Donnerstag, 7. Februar 2008

Glaube

Ich glaube an Gott, wie ein Blinder an die Sonne glaubt.
Nicht, weil er sie sieht, sondern weil er sie spürt.
-Phil Bosman-





Happy Birthday !!!!

Gestern hatte mein lieber kleiner großer Bruder seinen 18. Geburtstag (unglaublich!!!)! Auch mein Schwager in spe, dessen Sohn und mein Schwiegerpaps in spe gehören zu den Geburtstagskindern in diesem Monat. Alles Gute euch 4!!! Ja, der Februar dürfte ein geburtenfreudiger Monat sein, zumindest bei uns ;) !

Samstag, 19. Januar 2008

Tauben und Mapperlmenschen


Tauben sind die Ratten Wiens (obwohl von den richtigen Ratten gibt's sicher auch genug ;) ). Sagt man. Eben eine solche saß mitten am Bahnsteig. Einfach so. Sie flog nicht weg, war vielleicht ein bisschen nervös, hat aber keine Anstalten gemacht zu flüchten. Hmm...nicht ganz koscher. Eine Frau meinte zu ihrem Enkel: "Schau, wie süß. Die könntma fast streicheln"
Tauben und süß?

Tauben sind ja so eine Sache. Als Nachbarin eines Taubenzüchters, weiß ich, von was ich spreche und habe gelernt, im Sommer mit alltäglichen Flugangriffen, verschissener Wäsche und "Massengrugrus" zurecht zu kommen. Und dennoch: Ich traue mich jedes Jahr aus dem Haus, obwohl die feindlicher Armada über unserem Garten schwirrt. Ja ich lege mich sogar wagesmutig in die Sonne (und bin bis jetzt noch nicht getroffen worden. bis jetzt...)! Ich bin Tauben gewohnt. Sind schließlich meine Nachbarn. Und manchmal, ja manchmal tun sie mir sogar ein bisschen (ganz ganz wenig) leid. Wenn sie verkrüppelte Füßchen haben und herumhinken. Das Mitleid verflüchtigt sich jedoch, sobald sie im heimatlichen Gefilde meine frische Wäsche verscheissen, in Sekundenschnelle.


Aber trotzdem. Diese Tauben können an unmöglichsten Orten ihre Nachkommen aufziehen. Wo die überall wohnen, glaubt man nicht. Sie sind ja eigentlich tolle Überlebenskünstler. Abgesehen von Taubenzüchtern, kenne ich keinen Menschen, der die Taube zu seinen Lieblingstieren zählt. Ok, jene die gerne Jungtauben am Teller haben und verspeisen vielleicht (jaja, solche soll's auch geben. Gschmackig), aber sonst...

Keiner mag sie, sie sind trotzdem überall. Und in Venedig gehören sie sogar zum romantisch verklärtem Bild des Markusplatzes.

Ich bin zwar ein Tierfreund, diese Freundschaft hat aber ihre Grenzen. Würde nie auf die Idee kommen, mich vor eine Taube zu werfen (auch solche Leute kenne ich. Wirklich erschreckend). Ich mag keine Leute, die mir auf der Straße nachlaufen und mich so lange traktieren, bis ich für 4-Pfoten spende. So genannte Mapperlmenschen, die den Job nur machen, weil sie das Geld brauchen und mir einreden wollen, wie böse ich bin, weil ich ihnen nicht sofort "Heureka, ich spende!" und meine Kontonummer entgegenbrülle. Menschen kommen bei mir eindeutig vor den Tieren. Tut mir leid, da bin ich hart.

Ich hatte ja eine ganz besondere Beziehung zu einem Mapperlmenschen, der letztes Semester immer vor der Uni oder praktischerweise im Weg stand, nämlich beim Aufgang U2 Schottentor. Nennen wir ihn einmal Robert. Seine "Verkaufsstrategie" war in erster Instanz einmal "Charme versprühen" bei weiblichen Passanten. Tja, lieber Robert, damit kommst du bei mir nicht weit. Sprüche wie "Du bist sicher a liabs madl. Du magst sicher Tiere. Ich nämlich auch..." (Zwinker, Grins) oder so nach dem Motto "Schöne Frau, ich hab dich doch schon mal im Hörsaal gesehen. Spende was, die Tiere kratzen ab" ziehen bei mir nicht.

Als er das gemerkt hat, kam er Tag für Tag mit einem anderen Schmäh. Vielleicht hab ich irgendwo auf meiner Stirn ein Schild kleben, wo der Schriftzug "Ich tu nur so, als ob du mir auf die Nerven gehst. Hier hast du mein Vermögen" drauf steht und ich hab's bloß noch nicht bemerkt. Der Gipfel war dann Strategie "Einschüchterung und Angst machen" als er mich mit einem anderen Mapperlmenschen vorm U-Bahn- Abgang
am Abend eingekesselt hat und gemeint hat: "Na, du? Du magst sicher noch heim, oder? Du bist eine Frau, wir zwei Männer".

So. Da ist der Ofen aber entgültig aus! Da hab ich echt geglaubt, ich bin im falschen Film! Muss man sich jetzt schon ein Pfefferspray gegen Mapperlmenschen zulegen, oder wie?! Nach einer rescheren Antwort meinerseits, habe ich ihn nur noch einmal gesehen. Der soll sich nochmal blicken lassen!
Und so ist auch diese wundervolle Beziehung zu einem Mapperlmenschen und mein Fünkchen Glaube an engagierte Tierretter auf den Straßen in die Brüche gegangen.

Sonntag, 13. Januar 2008

Sofa

Ja, es ist ein Sofa geworden - unser erstes Möbelstück, das in 6 bis 8 Wochen unser Wohnzimmer zieren wird. Wir haben natürlich auch an jene gedacht, die vielleicht einmal bei uns übernachten wollen und deshalb lässt sich das tolle neue Sofa auch ausziehen, sodass bequem 2 Leute darauf ruhen können. Im Möbelhaus haben wir das Sofa auf Herz und Nieren getestet. Die Verkäuferin meinte, dass es ihr nichts ausmache, wenn Leute die Sofas "zerlegen", aber wenn sie sie nicht mehr zusammen bauen - ja, das könne sie gar nicht leiden. Wir seien aber 2 ganz Ordentliche, die zudem auch noch klare Vorstellungen haben, was sie wollen bzw. nicht wollen. Lobenswerte Kunden.
Na, bitte. Ebenso lobenswert war wahrscheinlich auch, dass wir so brav gezahlt haben. ;)

Letzten Fr hatte ich meine (hoffentlich letzte) Statistik-Übungs-Prüfung und am 18.01.08 folgt die (ebenso, hoffentlich letzte) Statistik-Vorlesungs-Prüfung. Wenn ich positiv bin, dann habe ich Statistik prüfungsmäßig hinter mir. *juhei*

Nach der Prüfung kam der angenehmere Teil des Tages: Frisör (ja, meine Haare sind jetzt kürzer) und dann der Ball des Gymnasiums Gänserndorf unter dem Motto "Rom antik". Sie haben sich wieder mächtig ins Zeug gelegt und eine beeindruckende Mitternachtseinlage geliefert. Von Cäsar und Kleopatra bis Asterix und Obelix, waren auch Persönlichkeiten wie der Herr Fasslabend vertreten. Pröll ließ sich vertreten. Mir taten nachher ordentlich die Treter weh. Ich hatte 3 äußerst nette Gentlemen an meiner Seite und alles in allem, kann man sagen: Wir haben fleißig das Tanzbein geschwungen und die Ballnacht sehr genossen. :)

Mit einem freundlichen Salve,
Karin :)