Montag, 23. April 2007

Im Ärgermood

Wenn es menschelt, dann tut es dies gewaltig. Ja, ich menschle auch. Aber wenn andere menscheln, ist das viel schlimmer. Ich bin sauer. Und wenn noch irgendetwas heute menschelt, dann werd ich noch saurer. Das ist wie mit Himbeeren. Du isst diese köstlichen Früchte und sie sind einfach lecker. Dann erwischt du eine ganz grausige, die dir einen unangenehmen pelzigen, verschimmelten Geschmack auf die Zunge zaubert. Und dann ist es aus. Jeder Himbeere, die du danach isst, schmeckt wie diese- einfach etwas vergammelt (es sei denn, du gehörst entweder zu jenen, 1. denen das egal ist und die einfach fröhlich weitermampfen oder 2. die sich den Mund ausspülen und sich noch eine Himbeere reinhaun). Genauso ist es auch mit dem "Ärgermood" - bis du einmal auf der Palme, kommst du da so schnell nicht mehr runter. :D

Ok, dieser Vergleich hinkt und passt auch nicht immer oder für jeden. Aber Himbeeren sind super und ich geh' jetzt was essen!

Freitag, 13. April 2007

In der Frühe

Noch liegt die Nacht ergossen
über Fläche und Raum.
Die Wimpern dicht geschlossen
atmet das Land im Traum.

Schläfrig schmiegen Hügel
in den Himmel sich stumm.
Frühwind rührt die Flügel
lautlos um und um.

Dunkle Wälder bäumen
schweigend über der Nacht.
Goldne Bänder säumen
die Kuppen mit bunter Pracht.

Halb noch im Schatten verborgen
glüht jetzt der Kirchturmknauf.
Lächelnd tut der Morgen
Kinderaugen auf.

Scheucht mit einem Husche
das Dunkel von seinem Gesicht.
Eine Amsel im Busche
flötet hell ins Licht.

(aus: Bekenntnis - eine Auswahl der Gedichte, Bröger Karl)

Hmm...ja, ich geb's zu, is a bissl kitschig. Aber ich kann mir das so richtig bildhaft vorstellen...frische Morgenluft, wenn noch so ein bisschen der Dunst über den Hügeln liegt und alles so neu und schläfrig scheint. Das mag ich sooo und deshalb freu ich mich umso mehr, dass es endlich wieder so schön sommerlich ist : ) Summertime - i love it!

Mittwoch, 11. April 2007

Ein Hoch auf ...

...auf 2 besondere Damen, die ich hiermit ganz lieb grüßen möchte, weil ich sie 1. voll lieb hab und sie 2. einer der fleißigsten blogleser ever sind ;) ! Liebe Cori, liebe Marina ich drück euch ganz lieb und wollt euch nur mal sagen, dass ihr echt toll seid. Die 2 Männer, die euch mal bekommmen, können sich alle 10 Finger abschlecken !!! Männerwelt aufgepasst! ;)
Meiner besten Freundin, Miss V. *hehe*, wollt ich nur sagen, ich hoffe, dass wir auch noch Freundinnen sind, wenn wir beide alt, grau und verrunzelt sind und unsere blärrenden Enkelkinder hüten müssen ;) Du bist einfach genialst! *schmatz* (an die männerwelt: diese traumfrau ist leider schon vergeben)
Freunde und Familie (Broooothaaaa!!!) sind schon was Tolles, kam mir heute wieder so. Ich hab euch voll lüb! Ein ganz besonderer Mensch in meinem Leben ist natürlich mein Farmer :*

Ja, Leute, wie man hier lesen kann, heute hab ich Herzaln in den Augen ;)

Freitag, 6. April 2007

Maranatha!

Es ist Osterzeit und irgendwie bin ich gar nicht so recht darauf vorbereitet, dachte ich bei mir so heute morgen. Die Zeit verrinnt, man läuft von Hinz zu Kunz und plötzlich bemerkt man, dass wenn da nicht Ostereier, Blümchen und Löffler im Schaufenster wären, man Ostern gar nicht richtig wahrgenommen hätte. Wenn Ostern nur aus rosaroten Blümchen und Schokohasen bestehen würde, wären wir arm dran. Umso trauriger, dass für die meisten Ostern genau aus diesen Dingen besteht und man vor lauter Stress nur noch dank Osterdeko nicht auf Ostern vergisst.
Weil ich von diesen Kalorienbomben so begeistert bin (Achtung - Werbung! ;) ) , will ich gleich noch einmal einen Ausschnitt zum Thema Ostern einbauen, der mich sehr angesprochen hat:

Wenn du genau hinhörst, kannst zu die Menschenstimmen vernehmen. Weit, in der Ferne, ein umhülltes Gebrüll, undeutliche Rufe, dann ein Jubel und schließlich ein ausbrechender Freudengesang: »Hosianna! Hosianna! Hosianna!« Sieh genau hin! Siehst du die knalligen, bunten Festzeitengewänder, die von den Pilgern in Jerusalem getragen werden? Unzählige Juden sind speziell für die Passah- Feiertage nach Jerusalem gekommen. Ein Gerücht hat sie von ihren Tischen aufstehen lassen. Ein durch die Strassen gerufener Schrei, liess die einen aus dem Dösen erwachen und die anderen von ihrem neugierigen Jerusalemer-Stadtrundgang auf die Straße strömen. Wenn du deine Vorstellungskraft nur für einen Augenblick gebrauchst, dann fühlst du das Drücken und Schieben der Menschenmasse und vielleicht riechst du sogar den aufgewirbelten Staub oder den Geruch der vielen ungewaschenen Leute auf engem Raum.
Du fühlst die Aufregung und freudige Anspannung der Leute und auch du rennst zur nächsten Palme und brichst einen Palmwedel ab. Während du versuchst, durch alle die winkenden Äste hindurch auf die Straße zu blicken, singst du kräftig mit: »Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!« Wenn du zu den Leuten
gehörst, die gerne Nachdenken, dann fragst du dich vielleicht, was das Ganze Getue soll? Wer ist der Mann, der auf dem Esel in die Straße einzieht? Warum behandelt man ihn wie einen König? Wenn er wirklich der neue König ist — bist du dann sein Untertan? Falls ja, was erwartet er von dir?

Eine riesige Menschenmenge folgte Jesus auf dem Weg zum vermeintlichen Thron. Da war er umjubelt. Da wurde er gefeiert. Aber wenige Tage später, als Jesus die Straße zum Ort der Kreuzigung geht, folgt ihm die Masse nicht mehr. Da stehen die Leute nur und gaffen.
Mit Palmzweigen winken und den kommenden König begrüßen, das wollten die Menschen. Dem leidenden Diener, Jesus, zu gehorchen, das lag für sie nicht drin. Sind wir auch so oberflächlich, dass wir an einem Sonntag im Jahr mit Palmzweigen wedeln und gelegentliche Lobeshymnen singen, aber unserem dienenden König so mitten unter all unseren Alltagsdingen keine Beachtung schenken?

Jesus ist nicht bloß eine historische Figur, die sich gegen notorische Heuchler wie die Pharisäer wandte und nett zu den Leuten war. Er lebt! Ich hab es erlebt, dass es ihn tatsächlich gibt und das die Geschichte von seiner Kreuzigung mich persönlich betrifft und nicht bloß eine nette story ist! Ich bin jemand, der sehr skeptisch ist, viel nachdenkt, nicht gleich alles annimmt und oft kritisiert - ja, ich geb's zu (die Leute, die mich kennen, können das bestätigen...ich bin anstrengend) - aber ich wäre dumm, wenn ich dieses Geschenk nicht annehmen würde! Also, egal, welche Meinung du von ihm hast, stell dir mal die Frage: Wer ist er eigentlich?

Donnerstag, 5. April 2007

Hmm...

also, ich weiß nicht, irgendwie ist die Vorlage hier ziemlich...pink. Was meint ihr? Vielleicht sollt ich mir doch ein anderes Layout suchen. Eins das eher meinem Charakter entspricht *hust*

Die ganze Wahrheit

Ja, des bloggers Leben ist ein Einsames...die comment-Funktion gibt es zwar, aber für was sie gut sein soll, hat man längst vergessen. *snief* A B E R und dieses aber ist besonders toll: der blogger kann seinen Hang zu Selbstgesprächen auf seinem blog voll und ganz ausleben - d.h. wenn er denn zu Selbstgesprächen neigt. Wenn nicht, dann ist er wohl nicht zum blogger geboren.
Liebe blogger-Gemeinde, Selbstgespräche gehören zu unserem Leben wie die Kirsche auf einer Schwarzwälder, wie die Schoko auf dem Bananensplit oder die Erdäpfel ins Gulasch! (ach, ich liebe Vergleiche, die mit Essen zu tun haben)
Liebe LeserInnen (sollten sich doch ein paar hierher verirrt haben), dies ist nun freilich kein Wink mit dem Zaunpfahl oder eine Aufforderung dieses komische comment-Funktions-Dings zu verwenden - nein! Einfach lesen, vergessen und ins Unterbewusstsein einsickern lassen *hehe*

Draußen scheint die Sonne - liebe blogger, liebe bloggerinnen (ich entsann mich, dass es da noch so etwas gibt, wie geschlechtergerechtes blabla) lasst das bloggen für einen moment sein und genießt die Sonnenstrahlen solange sie noch da sind (traut dem wetterbericht nicht und nützt den moment des reinen sonnenglücks)! Ja, und mir ist noch etwas eingefallen, was am bloggen gaaanz toll ist: man kann ganz furchtbar fies oder lustig oder langweilig schreiben (weil das sowieso im Auge des Betrachters liegt), die Beiträge müssen nicht immer sehr geistreich sein, man kann einfach das schreiben, was einem grad so in den Sinn kommt und drauf hoffen, dass es entweder viele lesen oder viele nicht lesen, je nachdem. ;) Deshalb auch dieser iiirrsinnig geistreiche beinahe schon philosophische Beitrag bevor ich sonnenbaden geh'. Sellerie und bis zum nächsten Mal!

Seitenverkehrt

"Elmar Gruber hat in einem Büchlein eine Fotostory veröffentlicht. Man sieht den Lebenskampf eines Holunderstrauches, der als kleiner Spross im Lichtschacht eines Kellers zu wachsen beginnt. Bald stösst der junge Trieb an das Gitter des Lichtschachtes. Für einen Moment sieht es so aus, als wäre damit alles vorbei. Aus dem Dunkel kommend, will die Pflanze ans Licht aber sie stösst auf Widerstand. Das Metallgitter ist hart und unnachgiebig und das junge Grün biegt und verbiegt sich vergeblich im Kampf gegen das Hindernis. Plötzlich aber gelingt es dem Holunder, ein Zweiglein durch das engmaschige Gitter zu schieben. Der Strauch wächst weiter dem Licht entgegen und sein weiches Mark quillt förmlich durch die Ritzen des Gitters, verfestigt sich und wird zum Stamm. Jahreszeiten kommen und gehen und bald schon steht der Holunderstrauch in voller Blüte da. Wo andere Bäume nur ihre Wurzeln haben, die sie in Wind und Wetter aufrecht halten, hat unser Holunder eine Stütze auf halber Höhe: das Kellergitter.
Das Lebenshindernis wurde zu einer Hilfe, die trägt und hält. Von weitem betrachtet fällt
einem gar nichts Ungewöhnliches auf — man sieht nur einen Holunderbusch , der über und über mit Früchten behangen ist und stark an der Hausmauer steht. " (aus: Kalorienbomben)

Ich mag keine Gitter. Sie versperren einem den Weg. Sie nehmen das Licht weg. Sie kosten Kraft und Zeit, manchmal auch Tränen. Ohnmächtig einem Lebenshindernis gegenüber zu stehen - wer will das schon?! Schwachheit und eigene Grenzen zu akzeptieren war noch nie unsere Stärke, lag noch nie im Trend. Bei Jesus scheint das alles irgendwie seitenverkehrt zu sein...
"Denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark" (2. Korinther 12, 10). Denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark? Das sind Worte eines Mannes, dem man es nicht übel genommen hätte, wenn er sein Handtuch geworfen hätte. Paulus beeindruckt mich immer wieder. Weil er an Gott glaubte und begeistert davon, nicht schweigen konnte, eckte er oft an. Er wurde verfolgt, misshandelt und ins Gefängnis geworfen. Er hätte sagen können: "Ok, jetzt reicht's mir. Das kann es ja wohl nicht sein!" Aber er hat es nicht getan. Und warum nicht? Weil er von Gott alles erwartet hat. Sein Leben war nicht einfach, aber es stand in voller Blüte.
Gerne würden wir allen Hindernissen aus dem Weg gehen. Wenn's unangenehm wird, einfach einen großen Bogen um's Problem machen. Der Haken dabei ist nur: stärker werden wir dadurch nicht - im Gegenteil. Wachstum gibt es dann nicht (die Pflanze bleibt unter dem Gitter) und Gott kann seine Macht nicht unter Beweis stellen.
Ich glaub' am schwersten ist es, Gott Gott sein zu lassen. Aber genau um das geht es! Gott Gott sein lassen. Ich will nicht dahinvegetieren, Tag für Tag bloß durchstehen oder irgendwie verleben - ich will LEBEN, ganz, voll, echt. Leben in all seinen Facetten auch oder gerade mit Kellergitter.